Glossar für den Glasfaserausbau
§127 des Telekommunikationsgesetzes gibt Telekommunikationsunternehmen das Recht, öffentliche Verkehrswege – Straßen, Gehwege, Plätze – für die Verlegung von Telekommunikationslinien zu nutzen. Vor Baubeginn ist die schriftliche oder elektronische Zustimmung des zuständigen Wegebaulastträgers einzuholen. §127 TKG ist damit die rechtliche Grundlage für jeden Antrag auf Nutzung öffentlicher Wege im Glasfaserausbau.
Hinweis: Netzbetreiber, Planungsbüros und Generalunternehmer können §127-TKG-Anträge direkt aus der Netzplanung in Gridbit heraus stellen – ohne Medienbruch zur Antragsstellung. Digitale §127-TKG-Anträge in Gridbit
Erweiterte Realität, die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung/Überlagerung. Gridbit nutzt verwandte Technologien für 3D-Scans im Tiefbau.
Der vollständig digitale Prozess von der Netzplanung über die Antragstellung bis zur behördlichen Genehmigung – ohne Medienbrüche und ohne manuelle Übertragungen zwischen Systemen. Im Glasfaserausbau umfasst die digitale Antragstrecke die Wegesicherung nach §127 TKG, die Aufgrabegenehmigung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (TöB). Mit Gridbit wird die Netzplanung zum Ausgangspunkt dieser Prozesskette.
Behördliche Zustimmung zum Aufbruch öffentlicher Verkehrsflächen – etwa Straßen, Gehwege oder Plätze – für die Verlegung von Glasfaserkabeln, Strom-, Wasser- oder Fernwärmeleitungen. Die Aufgrabegenehmigung wird vom Wegebaulastträger (Stadt, Kommune oder Straßenbaubehörde) erteilt und ist zentraler Bestandteil der Wegesicherung nach §127 TKG. Über das OZG Breitband-Portal läuft der Antragsprozess digital und standardisiert. Perspektivisch soll im Rahmen der Weiterentwicklung zum Tiefbau-Portal eine universelle Aufgrabegenehmigung etabliert werden.
Ein definierter Teilbereich innerhalb eines FTTx-Projekts, der separat geplant, dokumentiert und realisiert wird. Bauabschnitte ermöglichen eine strukturierte Abwicklung und klare Zuständigkeiten im Projektverlauf. Außerdem erleichtern sie die Überwachung des Baufortschritts innerhalb eines Projekts.
Die kontinuierliche Erfassung von Baufortschritten, Abweichungen, Materialien und Ereignissen direkt während der Bauausführung. Grundlage für Qualitätskontrolle, Abrechnung und Nachweisdokumentation. Nachweisdokumentation“ Gridbit unterstützt Sie dabei mit digitalen Protokollen und Aufmaß.
Virtuelles 3D-Modell der Infrastruktur zur kontinuierlichen Aktualisierung und Überwachung des Bestands. Es ermöglicht die Simulation und Analyse von Betriebs- und Wartungsszenarien.
Diese Norm definiert Standards für Tiefbauarbeiten im Zusammenhang mit der Verlegung von Glasfaserkabeln.
Diese Norm beschreibt strukturierte Verkabelungssysteme für Telekommunikationsnetze und deren Leistungsanforderungen.
Änderungen in den Planunterlagen, die während der Bauphase erforderlich werden. Diese Korrekturen werden in roter Farbe dokumentiert und bilden die Grundlage für die Aktualisierung der Ausführungsplanung.
Die Druckprüfung der installierten Mikrorohranlage nach DIN VDE 0800-740 (VDE 0800-740) „Druckprüfung von gelegten Mikrorohren“ wird in einem Protokoll dokumentiert.
Zentraler, strukturierter Speicherort für alle projektrelevanten Dokumente – z. B. Pläne, Protokolle, Fotos, Prüfberichte – mit Versionierung, Verortung und Zugriffssteuerung.
Daten, die ohne zeitliche Verzögerung aus dem Feld oder Backend in der Software sichtbar sind – z. B. Status von Arbeitspaketen, Budgetverbrauch, Rückmeldungen von Subunternehmern.
Hauptleitungen vom POP zu den Schächten
FTTB steht für „Glasfaser bis ins Gebäude“. Die Glasfaserleitung endet im Technikraum oder Keller eines Hauses. Von dort wird das Signal intern weiterverteilt. Diese Variante bietet ebenfalls hohe Leistung, insbesondere bei modernen Inhausverkabelungen. Gridbit unterstützt Planung und Dokumentation für alle FTTx-Varianten.
FTTC bedeutet „Glasfaser bis zum Straßenrand“ – also bis zu einem Verteilerkasten in der Nähe des Gebäudes. Der letzte Abschnitt wird über eine andere Infrastruktur überbrückt. Die Leistung ist gut, aber technisch nicht ganz auf dem Niveau eines direkten Hausanschlusses.
FTTH bedeutet „Glasfaser bis in die Wohnung“. Die Verbindung wird vollständig mit Glasfaser realisiert – direkt bis zum Anschluss in der Wohnung oder im Haus. Dadurch sind sehr hohe Geschwindigkeiten und eine besonders stabile Internetverbindung möglich. Mit Gridbit planen und dokumentieren Sie FTTH-Projekte von der Trasse bis zur Wohneinheit
FTTX ist ein Oberbegriff für verschiedene Glasfaseranschlüsse. Das „X“ steht jeweils für den Punkt, an dem die Glasfaser endet – zum Beispiel beim Gebäude (FTTB), beim Gehweg (FTTC) oder direkt in der Wohnung (FTTH).
Diese Methode misst elektrische Widerstände im Boden und kann helfen, auf Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit zu schließen, die durch gelegte Leitungen verursacht werden können.
Magnetische Locator-Werkzeuge erfassen das magnetische Feld von ferromagnetischen Materialien. Diese Methode ist nützlich, um alte, möglicherweise nicht mehr kartierte metallische Rohre zu finden.
Computergestütztes System zur Erfassung und Verwaltung räumlicher Daten. Es dient der Visualisierung und Analyse der geografischen Lage von Infrastrukturkomponenten. Gridbit integriert eine interaktive Karte zur visuellen Netzplanung
Zentrale Datenplattform zur Erfassung und Bereitstellung von Informationen über Breitbandinfrastrukturen in Deutschland.
Vorgaben der Bundesnetzagentur für die nach dem aktuellen Stand des Telekommunikationsgesetzes (TKG) verpflichtende Datenlieferung an den Infrastrukturatlas (ISA) als Teil des Gigabit-Grundbuchs müssen bei der Dokumentation berücksichtigt werden.
Übertragungsmedium aus Lichtleitern für extrem schnelle und stabile Datenverbindungen – Grundlage moderner Breitbandnetze.
Der behördliche Prozess zur Prüfung und Zustimmung von Bauvorhaben im öffentlichen Raum – insbesondere für die Verlegung von Glasfaserkabeln. Im Glasfaserausbau umfasst das Genehmigungsverfahren die Antragstellung nach §127 TKG, die Wegesicherung, die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (TöB) und die Erteilung der Aufgrabegenehmigung. Mit Gridbit lassen sich diese Prozesse direkt aus der Netzplanung heraus digital abbilden – ab Q3 2026 mit direkter Anbindung ans OZG Breitband-Portal.
Schnittstelle zwischen der Glasfasertrasse und dem internen Netz eines Gebäudes, oft auch als Glasfaser-Abschlusspunkt (Gf-AP) bezeichnet.
Nutzt Temperaturunterschiede, um unterirdische Strukturen zu identifizieren. Dies kann besonders nützlich sein, wenn Flüssigkeiten oder Wärme durch die Leitungen transportiert werden.
Dokumentation der Justierung und Überprüfung der verwendeten Geräte und Verfahren, insbesondere bei Spülbohrungen und anderen komplexen Bauverfahren.
Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Vereinfachung und Verbesserung von Prozessen und der Darstellung der Ergebnisse von Messungen.
Leitungsart, die vor allem im Kabel-TV-Netz genutzt wird. Besteht aus Kupfer und hat höhere Dämpfungsverluste als Glasfaser.
Ansatz zur gemeinsamen Planung und Abstimmung von Trassen, Netzknoten und Gebäuden durch mehrere Projektbeteiligte innerhalb eines digitalen Systems wie Gridbit.
Die Broschüre beschreibt die Art der Trassenherstellung, unterschieden nach unterirdischen und oberirdischen Legemethoden. BMDV – Glasfasernetze – Legetechniken für den Gigabitausbau
Detaillierte Aufzeichnung der Legeprozesse einschließlich verwendeter Materialien, eingesetzter Technologien und der genauen Positionierung der Infrastruktur.
Magnetische Locator-Werkzeuge erfassen das magnetische Feld von ferromagnetischen Materialien. Diese Methode ist nützlich, um alte, möglicherweise nicht mehr kartierte metallische Rohre zu finden.
Die Optimierung und Steuerung mobiler Mitarbeiter durch cloudbasierte FSM-Software zur Effizienzsteigerung.
FTTx-Projekte beinhalten meist Netzbetreiber, Tiefbauunternehmen, Planungsbüros und Subunternehmen. Ein leistungsfähiges Tool muss daher unterschiedliche Rollen, Rechte und Informationsbedarfe abbilden.
Betreiber der vorhandenen Infrastrukturen, wie Gas, Wasser, Abwasser, Strom und Telekommunikation
Der Teil des TK-Netzes, bestehend aus Zuleitungs- und Ableitungsebene, zwischen einem zentralen Verteilpunkt und dem Hausübergabepunkt. Siehe auch Normenreihe VDE 0800.
Passive Infrastrukturteile der gebauten Trasse wie z.B. Verbinder, Schächte, Endkappen usw.
Datenbankbasiertes System zur Erfassung, Verwaltung und Analyse der Netzstruktur, einschließlich physischer Objekte (Rohre, Kabel) und logischer Verknüpfungen.
Bezeichnet die Inhausverkabelung vom Hausübergabepunkt bis zu den Anschlüssen in Wohnungen oder Nutzungseinheiten. Sie liegt in der Verantwortung des Gebäudeeigentümers.
Klassisches Verfahren mit freigelegtem Trassenbett.
Digitale Plattform zur Beantragung und Genehmigung von Zustimmungen zur Leitungsverlegung im Breitbandausbau. Das Portal wurde im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) entwickelt und wird von der ekom21 – KGRZ Hessen betrieben. Es ermöglicht Netzbetreibern und Kommunen eine rechtssichere und effiziente digitale Abwicklung von §127-TKG-Anträgen. Aktuell haben über zehn Bundesländer einen Nachnutzungsvertrag unterzeichnet – Hessen und Rheinland-Pfalz sind Vorreiter mit über 50 % angebundenen Kommunen. Gridbit bindet ab Q3 2026 direkt an das OZG Breitband-Portal an.
Mechanisierte Legung ohne offenen Graben.
Im Rahmen von FTTH-Projekten (Fiber to the Home) wird der Point of Presence (PoP) als zentrale technische Station am Ort errichtet. Dort kommen die Glasfasern aus dem überregionalen Fernnetz (Backbone) an und werden von dort aus weiter in die einzelnen Straßen und zu den Häusern verteilt. Somit bildet der PoP die Schnittstelle zwischen dem Backbone und dem lokalen Zugangsnetz. Von diesem zentralen Verteiler aus werden die Glasfaserleitungen sternförmig in den Ort gelegt und ermöglichen so ultraschnellen Internetzugang für tausende Haushalte.
Arbeitspakete, bei denen Subunternehmen oder Ausführende über definierte Parameter (z. B. Status, Bilder, Messdaten) eine qualitätsgesicherte Rückmeldung in das System geben müssen.
Bauliche Einrichtung für den Zugang zu unterirdischen Leitungsinfrastrukturen, z. B. für Wartungs- und Reparaturarbeiten.
Vertragliche Vereinbarung zur Servicequalität zwischen Anbieter und Kunden, z. B. garantierte Reaktionszeiten bei Wartungsaufträgen.
Zentrale, verlässliche Datenquelle, die sicherstellt, dass alle Beteiligten auf denselben, konsistenten Informationsstand zugreifen. Im Kontext von Netzplanung und -dokumentation bedeutet dies, dass alle Planungs-, Bau- und Betriebsdaten in einem System gepflegt und aktuell gehalten werden. Das reduziert Fehler, Doppelarbeit und widersprüchliche Datenbestände.
Minimalinvasives Verfahren zur Querung unter Hindernissen wie Straßen oder Flüssen
Die Idee, dass alle Fortschritts- und Baudaten an einer zentralen Stelle (z. B. in Gridbit) erfasst werden – statt in separaten Excel-Sheets, E-Mail-Verläufen oder WhatsApp-Chats.
Erfassung von Gruben, Lagen oder Hausanschlüssen mittels Smartphone-Kamera in 3D – ohne zusätzliche Hardware. Gridbit bietet hierfür ein integriertes Feature zur fotorealistischen Baufortschrittsdokumentation: Mit der Gridbit 3D-Scan-Funktion entstehen aus wenigen Smartphone-Fotos präzise, digital vermessbare 3D-Modelle Ihrer Baustelle – direkt in der Projektakte verknüpft.
Meist passive, vorhandene Infrastrukturelemente wie z.B. Antennenmasten, Fahrleitungsmasten, Beleuchtungsmasten, Verkehrszeichenträger für (große) Verkehrs- und Hinweisschilder usw.
Fräsverfahren zur Schaffung von schmalen, oberflächennahen Kabeltrassen
Die Nachverfolgung von beauftragten Leistungen, Fortschritten und offenen Aufgaben auf Subunternehmer-Ebene – inkl. automatischer Statusanzeige und Datenqualitätssicherung.
Beteiligung der „Träger öffentlicher Belange“ (TöB) im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens. TöB sind Behörden, Institutionen oder Organisationen, deren Zuständigkeitsbereich von einem Bauvorhaben berührt wird – beispielsweise Umweltbehörden, Denkmalschutzämter, Verkehrsträger oder Versorgungsunternehmen. Im Glasfaserausbau werden TöB im Umlaufverfahren um Stellungnahme gebeten. Gridbit unterstützt die strukturierte Vorbereitung und Nachverfolgung dieser Beteiligungsprozesse direkt aus dem Projekt heraus.
Maß zwischen der Oberkante (Scheitel) des obersten Rohres/Rohrverbundes und der Geländeoberkante. Die Überdeckung richtet sich nach den Vorgaben der jeweiligen Bauweise und Schutzanforderungen.
Visualisierte Darstellung der Lage und Anordnung von Wohneinheiten innerhalb eines Gebäudes. Dient im Glasfaser- oder Netzbau zur präzisen Planung von Inhausverkabelung, Wohnungsanschlüssen und Leitungswegen. In Gridbit erfassen Sie Wohnungslagepläne direkt mobil mit der App.
Die Behörde oder Körperschaft, die für Bau und Unterhaltung eines öffentlichen Verkehrswegs rechtlich verantwortlich ist – in der Regel Städte, Gemeinden, Kreise, Länder oder der Bund. Im Glasfaserausbau ist der Wegebaulastträger die zuständige Stelle, die Zustimmungen nach §127 TKG für die Nutzung öffentlicher Verkehrswege erteilt. Welche Institution in einem konkreten Fall der Wegebaulastträger ist, hängt von der Klassifikation der Straße oder des Weges ab (Bundesstraße, Landesstraße, Kreisstraße, Gemeindestraße).
Gesamtheit aller rechtlichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen, die die Nutzung und Sicherheit öffentlicher Verkehrswege während Bauarbeiten gewährleisten. Im Glasfaserausbau umfasst die Wegesicherung die Beantragung der Zustimmung nach §127 TKG, das Einholen der Aufgrabegenehmigung, die Verkehrssicherung an der Baustelle sowie die Koordination mit weiteren Beteiligten. Mit Gridbit werden alle für die Wegesicherung relevanten Daten – Trassen, Bauabschnitte, Liegenschaften, Dokumente – zentral verwaltet und direkt in den Antragsprozess überführt.
Bundeseinheitliche XML-Standards für den digitalen Datenaustausch im Bau- und Infrastrukturbereich. XBau regelt die Kommunikation im hochbaulichen Baugenehmigungsverfahren. XTiefbau adressiert Tiefbaumaßnahmen im öffentlichen Raum und ist zentral für die digitale Antragstellung im Glasfaserausbau. XTrasse beschreibt den strukturierten Austausch von Trassendaten zwischen Planungssystemen und Behörden. Diese Standards ermöglichen den medienbruchfreien Datentransfer zwischen Fachplaner-Software wie Gridbit und Genehmigungsportalen wie dem OZG Breitband-Portal. Die Gridbit-Unterstützung für XTiefbau, XBau und XTrasse ist in Umsetzung.
Das formelle Verfahren, in dem eine Behörde einem Vorhaben zustimmt oder es ablehnt. Im Kontext des Glasfaserausbaus bezeichnet das Zustimmungsverfahren insbesondere die Zustimmung des Wegebaulastträgers nach §127 TKG zur Nutzung öffentlicher Verkehrswege für die Verlegung von Telekommunikationslinien. Das Zustimmungsverfahren umfasst die Antragstellung, die Prüfung durch die Behörde, ggf. die Beteiligung weiterer Träger öffentlicher Belange (TöB) und die formale Bescheidung. Mit der Digitalisierung über das OZG Breitband-Portal wird das Zustimmungsverfahren standardisiert und beschleunigt.